Wappen Schüzenverien Repke-Dedelstorf

Schützenverein Repke-Dedelstorf 1927 e.V.

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Wappen Gemeinde Dedelstorf


Der Verein

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Fotos aus den 50er
und 60er Jahren


Die Geschichte
des Schützenvereins Repke-Dedelstorf


Vereinsgeschichte

Gründung des Vereins im Jahre 1927

Nach der Tagesordnung einer Gemeindeversammlung sagt einer der anwesenden Männer beim Klönschnack: „Schön wäre es einen Schießverein zu haben. Dann können wir Sonntag nachmittags mal zusammenkommen und schießen und bei einem guten Tropfen ein bißchen klönen.“ Diese Worte werden sehr unterschiedlich aufgenommen und einer meint: „Dat is doch’n Windei, dat geit bald kaputt“. Ein anderer: „Dat is doch man Strohfüer, lustig up un trurig dahl.“

Kein Windei und kein Strohfeuer.

Christoph Prilop, Wilhelm Heuer, Heinrich Heine, Otto Lilje, Hermann Heine, Wilhelm Prilop, Ernst Schulze, Willi Heine und Heinrich Schulze gründen den Verein dann im Jahr 1927 unter dem Namen „Jäger und Schützenvereinigung Repke und Umgebung“. Heinrich Korte sen. meint zur Gründung: „Ick bin doch all to old, aber use Harich, de is Füer un Flamme“. Auch Wilhelm Schulze sen. sagt: „Nee, for mick is dat nix mehr, dat is wat for use Jungs“.

Vereinslokal ist die Bahnhofsgaststätte in Repke.

Nun muß auch ein Schießstand her, aber wo soll er hin?

Die Jungkorls sind mit Eifer bei der Sache. Fritz Heuer, Willi Heine, Wilhelm Schulze, Ernst Schulze und Friedrich Schulze nehmen den Platz den Christoph Prilop zur Verfügung stellt in Augenschein. Der Platz in Prilop’s Heide, gegenüber der ehemaligen „Heiderast“, wird mit einem schönen Häuschen aus roten Backsteinen bebaut. Zwei Schießstände werden hergerichtet, einen für Kleinkaliber und einen für Tiroler-Scheibenbüchsen, welches Großkaliber sind.

An jedem zweiten Sonntag im Sommerhalbjahr finden Übungsschießen statt. Aber auch im Winter trifft man sich zum Bier und Bockwurstschießen.

In der Satzung steht, dass nur Männer, die über 18 Jahre alt und unbescholten sind, in den Verein eintreten können. Die ersten Mitglieder aus Dedelstorf in dieser Schützenvereinigung sind Otto Engelke und Friedrich Gebert.

Im Mai ist es dann soweit; das erste Schützenfest soll stattfinden, welches ausführlich in der Winterszeit im neuen Schießstand besprochen wurde. Vereinswirt ist Hermann Heine der alles vortrefflich vorbereitet. Aber zum Schützenfest braucht man auch einen Tambour, der wird schnell in dem Freund Fritz Gorontzi gefunden.

Durch die aufmunternden Worte Korten Vaters zu seinem Heinrich: “Junge, hol rup, hole rup so gaut du kannst“, wird der erste Schützenkönig Heinrich Korte.

Es ist - bei herrlichem Wetter - der erste Sonntag im schönen Mai des Jahres 1927.


 
Bilder aus der Vorkriegszeit

Während des 2. Weltkrieges von 1939 und in den Nachkriegsjahren bis einschließlich 1951 ruht der Vereinsbetrieb.

Wiederaufnahme des Vereinslebens in der Nachkriegszeit

Im Jahr 1952 wird der Verein unter dem Namen „Schützenverein Repke-Dedelstorf“ neu gegründet. Erster Vorsitzender ist Werner Warnecke sen. aus Dedelstorf, der auch zugleich erster Schützenkönig nach der Neugründung wird.

Unter finanzieller Mitbeteiligung beider Gemeinden wird 1953 eine Fahne angeschafft. Diese Fahne wird in einer eindrucksvollen Feierstunde anlässlich des Schützenfestes unter Teilnahme der Nachbarvereine durch den Dedelstorfer Bürgermeister Wilhelm Wiegmann geweiht (siehe auch: Fahne) .


Schützenfest 1953
Werner Warnecke sen. gratuliert dem neuen Schützenkönig Christoph Prilop.
Das Foto zeigt von links: Karl-Heinz Meyer, Christoph Prilop, Rudolf Schulze,
Werner Warnecke sen., Richard Niebuhr und Karl Helbig.

Festabaluf zum Schützenfest 1953

Sonntag, den 03.05.19953

13.00 Uhr

Antreten in Dedelstorf
Abholen des Schützenkönigs und Abmarsch zum Ehrenmal nach Repke

14.30 Uhr

Fahnenweihe und Kranzniederlegung am Ehrenmal in Repke
Ab- und Ummarsach durch Repke zum Vereinslokal
Einbringen der eigenen und der Feier beiwohnenden auswärtigen Vereinsfahnen
Anschl. Preisschießen und öffentlicher Tanz

22.00 Uhr

Fahneneinholung

Montag, den 04.05.19953

06.00 Uhr

Wecken mit Musik

07.45 Uhr

Antreten beim König

08.30 Uhr

Abmarsch durch Dedlstorf - Repke zum Vereinslokal

11.00 Uhr

Schützenfrühstück, anschl. Sießen auf die Königsscheibe

14.00 - 18.00 Uhr

Kinderschützenfest

18.15 Uhr

Proklamation des neuen Schützenkönigs
Einbringen und Befestigung der Scheibe beim neuen König

 

Für die am sportlichen Schießen interessierten Mitglieder wird 1959 die Schießsportgruppe gegründet, die eine Unterabteilung des Schützenvereins ist.

Nach der Neugründung des Vereins wurde der alte Schießstand in Prilops Wald nicht wieder in Betrieb genommen. Das Kleinkaliberschießen wird nun auf dem zur Bahnhofsgaststätte gehörenden einbahnigen unterirdischen Schießstand durchgeführt. Die Schießsportgruppe baut sich dazu auf dem Saal eine transportable Luftgewehr-Schießanlage.


Festumzug Mitte der 50er Jahre in der Lindenstraße in Dedelstorf


Festumzug im Jahre 1956 in der Repker Dorfstraße

Bis 1965 wird das alljährliche Schützenfest immer an einem Sonntag und Montag gefeiert. Als nach dem Tod von Frau Heers die Bewirtung in der Bahnhofsgaststätte nicht mehr möglich ist, zieht der Verein in die Heiderast-Gaststätte um. Von nun an wird das Schützenfest immer an einem Sonnabend und Sonntag gefeiert.

In der Nachkriegszeit tragen die Schützen Uniformen und zunächst Mützen, später grüne Schützenhüte. Die Schaffer sind mit einem schwarzen Anzug und Zylinder bekleidet. Im Jahre 1973 werden für alle Mitglieder neue einheitliche Uniformen eingeführt.

Im Jahr 1974 wird eine neue Satzung erstellt und der Verein beim Amtsgericht Gifhorn in das Vereinsregister eingetragen. Seitdem trägt der Schützenverein im Namen den Zusatz e. V.

Das 50-jährige Bestehen

Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte ist das Jahr 1977 als der Verein am 26. Juni sein 50-jähriges Bestehen feiert. Aus diesem Anlaß begleiten uns viele Gastvereine mit ihren Musik- und Spielmannszügen aus dem Isenhagener Land und tragen somit zum Gelingen des Jubiläums bei (siehe auch: Schützenfest 1977). Der Verein muß aufgrund der räumlichen Enge in der „Heiderast“ mit diesem Fest in die Bahnhofsgaststätte ausweichen.

  
Schützenfest 1977 – Jubiläumsveranstaltung anlässlich unseres 50-jährigen Vereinsbestehens

Nachdem die Gaststätte „Heiderast“ Ende der 70er Jahre geschlossen wird, verlegt man das Schützenfest wiederum in die Gaststätte am Repker Bahnhof.


Königsproklamation 1979 in der Gaststätte „Heiderast“

Neubau des Schießstandes in Dedelstorf

Durch mehrmaligen Pächter- und Besitzerwechsel in den beiden Gaststätten und den damit verbundenen Unzulänglichkeiten kommt im Verein der Wunsch und Wille auf, sich ein eigenes Heim zu schaffen.

Zunächst wird versucht, ein geeignetes Gelände in Repke zu finden. Da diese Bemühungen fehl schlagen, werden ab 1981 die Verhandlungen mit der politischen Gemeinde Dedelstorf aufgenommen.

Die Gemeinde stellt daraufhin dem Verein das Dedelstorfer Gerätehaus (den ehemaligen Dreschschuppen) und ein angrenzendes Grundstück zur Verfügung. Durch den Einspruch eines Dedelstorfer Bürgers und die dadurch nötigen Gerichtsbeschlüsse dauert es mit dem Baubeginn dann doch noch bis zum Frühjahr 1984.

Da dem Verein während dieser Zeit in Repke kein Schießstand mehr zur Verfügung steht, werden zwischenzeitlich alle Schießveranstaltungen und das Königsschießen bei den Nachbarvereinen Weddersehl / Allersehl und Steimke durchgeführt.

Im Jahr 1984 findet dann die Jahreshauptversammlung erstmals im Gerätehaus in Dedelstorf statt.

Von 1983 bis 1985 wird das Schützenfest unter der Bewirtung von Familie Wendt aus Betzhorn in einem Zelt auf dem Dedelstorfer Spielplatz gefeiert bis man 1986 erstmals auf eigenem Gelände das Fest abhalten kann. Das Preisschießen anlässlich des Schützenfestes wird in der Scheune von Werner Warnecke abgehalten.

Unter Leitung eines Bauausschusses, bestehend aus Harald Asmus, Kurt Asmus, Ernst Schulze und Wolfgang Thiele werden in zwei Bauabschnitten und einer vierjährigen Bauzeit von den Mitgliedern unter Einbeziehung des vorhandenen Gerätehauses ein für Luftgewehr und Kleinkaliber kombinierter Schießstand mit vier Schießbahnen erbaut. Jedes Vereinsmitglied muß für diesen Bau 200 DM erbringen und alle männlichen Mitglieder haben 80 Pflichtarbeitsstunden unentgeltlich abzuleisten.

Zum Schützenfest 1988 wird dieses „Schützenheim“ mit seinen 5 Luftgewehr- und 4 Kleinkaliberständen mit einem Kommersabend feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Nachdem Dedelstorf 1994 Anschluß an das Erdgasnetz bekommt, wird im Schützenheim eine Gasheizung installiert und die bis dahin verwendeten elektrischen Heizgeräte verkauft.

 
Anbau an das Dedelstorfer Gerätehaus
                  Erweiterungsbau zum KK-Schießstand

Die 80er und 90er Jahre

Anfang der achtziger Jahre entsteht, aus einer freundschaftlichen Verbindung heraus, eine Patenschaft mit dem 6. Zug des Bürgerschützenkorps aus Gifhorn, die bis heute Bestand hat und sich im jährlichen Vergleichsschießen immer wieder erneuert.

Seit 1989 findet das monatliche Schnüreschießen großen Anklang.

Mit dem Umzug nach Dedelstorf verändert sich die Festfolge dahingehend, daß an beiden Schützenfesttagen in Repke auf Prilop’s Hof angetreten wird, um anschließend die Könige abzuholen. Der Ummarsch nach Dedelstorf wird alljährlich samstags durch Getränkeversorgung an der ehemaligen Repker Schule, der Kranzniederlegung in Dedelstorf sowie der Flaggenparade am Schützenheim begleitet. Die Kranzniederlegung in Repke am Ehrendenkmal wird im Rahmen des Ummarsches am Sonntag durchgeführt.

Das traditionelle Preis- und Pokalschießen während der Festtage erfreut sich ebenso großer Beliebtheit wie die Aufführungen der Repke-Dedelstorfer Volkstanzgruppe.

Während der Samstag Nachmittag bis zur Königsproklamation mit Tänzen und Spielen für die Kinder gestaltet wird, steht der Sonntag Nachmittag im Zeichen der Volkstanzgruppe. Jedes Jahr kann die Gruppe unter der Leitung von Anne Warnecke die Gäste aus nah und fern mit neuen Tänzen überraschen. An beiden Tagen wird das Fest von einem umfangreichen Kuchenbuffet umrahmt.

Der Höhepunkt des alljährlichen Schützenfestes bildet die schwungvolle Tanzveranstaltung zum Ende des 1. Schützenfesttages, die sich größter Beliebtheit bei den jungen Leuten erfreut. Diese Veranstaltung endet erst spät in den frühen Morgenstunden, denn seit einigen Jahren wird unter allen Schützen ein wahrer Kampf um den Orden des „Saalletzten“ ausgefochten, welcher zu Beginn des 2. Schützenfesttages verliehen wird.

Im Jahre 1999 erfolgt eine Überarbeitung der Satzung sowie der Geschäftsordnung unseres Schützenvereins, womit der Verein die Gemeinnützigkeit erlangt hat.

Das Schützenfestjahr 2000 wird allen Schützenschwestern- und brüdern in besonders guter Erinnerung bleiben. Zum einen wird erstmalig in unserer Vereinsgeschichte der „König der Könige“ ausgeschossen. Ernst Schulze kann den Titel mit den drei besten Schüssen mit dem KK-Gewehr eindrucksvoll erringen. Zum anderen veranstalten die Schützenvereine der Gemeinde Dedelstorf ein gemeinsames Schützenfest. Auf dem Festzelt in Dedelstorf wird im Oktober 2000 mit der Schützenkameradschaft Weddersehl / Allersehl und dem Schützenverein Oerrel der „Granatenball“ ausgetragen, bei dem alle drei Könige unseres Vereins zu Gemeindekönigen gekürt werden können.

Das 75-jährige Bestehen

Vom 21.06. bis 23.06.2002 feiert der Verein sein 75-jähriges Vereinsjubiläum. Das Fest beginnt am Freitag mit einem Kommersabend mit vielen Gästen und Freunden des Vereins. Der Samstag läuft überwiegend wie gewohnt ab. Am Sonntag findet dann ein großer Festumzug mit zahlreichen Abordnungen benachbarter Schützenvereine statt. Ein absoluter Höhepunkt ist die Fahnenweihe der neuen Vereinsfahne, die auf "Gänseweide" stattfindet (siehe auch: Schützenfest 2002).


Fahnenweihe am 23.06.2002

Unser Verein konnte in seiner bisherigen Vereinsgeschichte drei Kreiskönige mit Wilhelm Heuer sen., Ernst Schulze und Hermann Lilje sowie eine Kreisjungschützenkönigin mit Nicole Spengel stellen.

Der Verein wünscht sich, dass auch die folgenden Generationen das Schützenwesen in unseren Orten noch lange erhalten werden und das Schützenfest als Fest der Feste noch viele Jahre zur Erhaltung und Pflege der Dorfgemeinschaft, des Zusammenhalts und der Kameradschaft aus Heimatliebe und Treue zu unserem Verein gefeiert werden möge.

 

 

Schießsportgruppe


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